• Bernhard Wagner

#6 - Der Klimastreiktag am 25.09.2020

Herzlich Willkommen!


Heute geht es um den globalen Klimastreiktag, der am 25. September 2020 stattgefunden hat. In ca. 450 Städten in Deutschland wurden Klimastreiks von FridaysforFuture (FFF) unter dem Motto "#KeinGradWeiter" initiiert und durchgeführt.


Es konnten abermals viele Tausend Schüler, Studenten, Wissenschaftler und Menschen jeden Alters mobilisiert werden, um für den Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren. Solche Märsche und Proteste sind wichtig und essenziell, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und den gesellschaftlichen Druck auf die Entscheider in Politik und Wirtschaft zu erhöhen.



Die Zeit drängt und der Grundtenor war, dass die Politik aufhören soll "zu labern",

und endlich ins Handeln kommen soll. In erster Instanz sollte die Politik und damit die Gesetzgebung Vorgaben zum Umwelt- und Klimaschutz machen. Diese Zielvorgaben - bezogen auf die zukünftigen Treibhausgasemissionen der nächsten Jahre und Jahrzehnte - sollten dann von Industrie und Wirtschaft konsequent verfolgt und umgesetzt werden, sodass eine möglichst schnelle Klimaneutralität angestrebt werden kann.


Laut Copernicus-Klimawandeldienst der EU-Kommission war der August 2020 durchschnittlich 1,1 °C wärmer als die durchschnittlichen Augusttemperaturen in der Referenzperiode von 1981-2010. Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und kann durch wissenschaftlich erhobene Daten - weltweit - nachgewiesen werden. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter ist ein Vorgabe, die auf dem Pariser Klimaschutzgipfel 2015 beschlossen wurde. Sollte weiter bei der Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutz gezögert und nicht das nötige Tempo angeschlagen werden, dann kann diese Vorgabe nicht eingehalten werden.


Wer die Berichterstattung der letzten Tage - siehe dazu auch meinen Blogbeitrag #5 - verfolgt hat, kann feststellen, dass die Protestaktionen und die Warnungen der Wissenschaft ihre Wirkung nicht verfehlt haben.


Erst verschärfte die EU-Kommission die Zielvorgaben für die Reduzierung von CO2-Emissionen für das Jahr 2030 von 40 % auf 55 % im Vergleich zum Referenzjahr 1990. Und dann wiederum setzte das EU-Parlament noch eine Schippe drauf und hob die Zielvorgabe für die Reduzierung von CO2-Emissionen für das Jahr 2030 auf 60 % an.



Jedem neutralen Beobachter kann nicht verborgen bleiben, dass sich aktuell beim Umwelt- und Klimaschutz eine Eigendynamik entwickelt, die absolut in die richtige Richtung geht. Schluss mit den endlosen und nicht zielführenden Diskussionen und einer rückwärtsgewandten Politik, die am Status Quo festhalten will und so die nötigen Reformen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz blockiert. Ganz im Gegenteil, das Tempo sollte weiter forciert werden, um die Klimaschutzziele für die Jahre 2030 bis 2050 erreichen, und wenn möglich, übererfüllen zu können.

Auf bald! Bernhard


Alle für diesen Post verwendeten Bilder unterliegen dem Urheberrecht von Christoph Bellin. Ich muss ihm für die Bereitstellung der Bilder ein großes Dankeschön aussprechen!


Hier findest Du die Quellen, die für diesen Betrag verwendet wurden, abgerufen am 18.10.2020:


[1] Fridays for Future - Globaler Klimastreiktag am 25. September 2020

https://fridaysforfuture.de/keingradweiter/


[2] COPERNICUS-Klimawandeldienst - Climate Change Service

https://climate.copernicus.eu/


[3] aquila green solutions - Die EU will die Klimaschutzziele 2030 verschärfen

https://www.aquilagreensolutions.de/post/5-die-eu-will-die-klimaschutzziele-2030-versch%C3%A4rfen


[3] Bildarchiv Hamburg - Christoph Bellin

https://bildarchiv-hamburg.com/